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Grüne wollen „365-Euro-Ticket für Arme“: Zu wenig für die Verkehrswende und im Kampf gegen Armut

Die hessischen Grünen haben vorgeschlagen, dass der Bund ein 365-Euro-Ticket nur für Menschen mit geringem Einkommen einführen solle – siehe FR-Artikel. Dazu erklärt Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Für das 9-Euro-Ticket muss es auf jeden Fall eine Nachfolgeregelung geben. Menschen mit geringem, Einkommen konnten mobiler werden, doch selbst das 9-Euro-Ticket war für viele Menschen, die auf jeden Euro achten müssen, kaum zu finanzieren. Die Grundsicherungsleistungen sind mindestens zweihundert Euro zu niedrig. Ein dreimal so teures Ticket hilft ihnen nicht. Der Vorschlag der Grünen, den Betrag von 35 Euro in der Grundsicherung pauschal in ein ÖPNV-Ticket umzuwandeln, ist zynisch.“ 

Dies wäre effektiv eine Kürzung, die zu anderen Engpässen führen könne, und die DIE LINKE auf keinen Fall mittrage, so Böhm.

„Wir brauchen ein sehr günstiges Ticket für alle und mittelfristig müssen wir die ÖPNV-Finanzierung auf einen Nulltarif umstellen. Die Mobilität, auch von Menschen mit wenig Geld, muss sichergestellt werden. Aber um die steigende Armut im Land zu bekämpfen, bedarf es ganz anderer Mittel, wie einer bedarfsorientierten und sanktionsfreien Grundsicherung und einer echten Bekämpfung der Armut im Land und im Bund.“