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Beschäftigte der LSG kochen vor Wut

Jetzt hat der Lufthansa Konzern es offiziell verkündet, was die ganze Zeit schon vorbereitet wurde. Sie wollen ihre Catering Tochter LSG Sky Chefs verkaufen, obwohl sie im letzten Jahr mit 115 Millionen Euro den bisher höchsten Gewinn für den Mutterkonzern einbrachte. 7000 Beschäftigte in Deutschland, 35.000 weltweit sollen zum großen Teil zu noch völlig unbekannten Konditionen verkauft werden.

Als Landtagsabgeordnete habe ich dazu folgendes zu sagen: „Die Beschäftigten haben den Sanierungskurs der Lufthansa bereits mit Lohneinbußen und Mehrarbeit bezahlt. Jetzt werden die Tarifbeschäftigen, die teilweise schon 30 Jahre für den Konzern tätig sind, mit fiesen Methoden aus dem Unternehmen gedrängt.“

DIE LINKE wird die Proteste der Gewerkschaften und Beschäftigten gegen eine solche arbeitnehmerfeindliche Politik in den nächsten Wochen unterstützen. Sie fordert die Lufthansa als großen ehemals staatlichen Konzern auf, sich nicht solch schmutziger Geschäftspraktiken zu bedienen, nur um möglichst hohe Profite für ihre Aktionäre herauszuschlagen.

Lufthansa verlagert die Produktion zu einem großen Teil nach Tschechien, wo sie philippinische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu minimalem Lohn einsetzen wollen. Währenddessen werden im Rhein-Main-Gebiet langgediente Beschäftigte arbeitslos. Der Staat muss in der Lage sein, Arbeitnehmerrechte zu schützen statt Unternehmen in ihrem Lohndumping zu unterstützen. Bereits jetzt liegt die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im Kreis Groß-Gerau, die Hartz IV beantragen muss, um die Familie zu ernähren, bei 12 Prozent der Leistungsberechtigten.

Die Beschäftigten brauchen die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen am Flughafen, die oft auch von solchen Geschäftspraktiken betroffen sind, aber auch die Solidarität aller Menschen in der Rhein-Main-Region.

Montagsdemo am Flughafen Frankfurt

Die Montagsdemo am Flughafen war heute sehr kraftvoll, viele Verdi Fahnen waren zu sehen!

Die Kolleg*innen von Verdi haben über die Arbeitsbedingungen berichtet, die kontinuierlich verschlechtert wurden. Die vielen Tochterfirmen, Ausgründungen, der Abbau von Arbeitsplätzen, die Bemühungen tarifliche Regelungen zu umgehen führen zu einem hohen Arbeitsdruck, zu nicht mehr existenzsicherendem Lohn und ekelhaften Arbeitsbedingungen, wie Arbeit auf Abruf.

Es wäre ja schön, wenn OB Feldmann den Lufthansa-Chef zum Nachdenken bringe. Der arbeitet aber daran, die LSG, welche das Essen für die Flugpassagiere macht, und damit 3000 Arbeitsplätze zu verkaufen.

Echo-Artikel zur Montagsdemo hier.

1.Mai 2019: EUROPA. JETZT ABER RICHTIG!

Markt der Möglichkeiten des DGB in Darmstadt

Erster Mai in Darmstadt bei strahlendem Sonnenschein und großer Beteiligung. Der Marktplatz war auch nach mehr als zwei Stunden mit engagierten Menschen gut frequentiert.

Gegen die Erweiterung von Solvadis in Gernsheim

Christiane Böhm und Gina Renc vor Ort

Gegen die Erweiterung von Solvadis in Gernsheim

Die Bürgeriniative Bürger in Acht, die sich gegen die Erweiterung des Solvadis-Gelände im Gernsheimer Hafen wendet, hatte am 25. August einen Infostand in der Schillerstraße mit Kaffee, leckeren Waffeln und vielen Informationen. Gemeinsam mit Gina Renc aus Gernsheim, die seit kurzem bei der LINKEN ist, informierte ich mich vor Ort.

Die Firma Solvadis will um 70 Prozent erweiteren, die Tanks sollen 22 m hoch werden, doppelt so hoch wie bisher. Die Hafenanlagen grenzen direkt an die Stadt, auf der anderen Straßenseite stehen Wohnhäuser. Die Anwohner*innen sind bei einem Störfall oder Brand enorm gefährdet.

Das Regierungspräsidium scheint die Anlage genehmigen zu wollen, obwohl das Verfahren nicht sachgerecht durchgeführt wurde. Zuerst gab es überhaupt keinen Sicherheitsbericht, dann nur einen veralteten, unqualifizierten, die Umweltverträglichkeitsprüfung wurde als nicht erforderlich angesehen, es liegt immer noch keine Stoffliste vor. Bisher weiß man nur, dass in den Tanks Methanol ist, ob auch andere Stoffe gelagert werden, ist unbekannt. Auch der Brandschutz ist bedenklich.

Es gab bereits 1994 einen Brand, der von einem Blitz verursacht wurde. Dieser konnte nicht gelöscht werden. Es gibt häufiger Vorfälle von Geruchsbelästigung. Dank der Bürgerinitiative kommt es jetzt zum dritten Akt des Genehmigungsverfahrens. Der Sicherheitsbericht soll erneut ausgelegt werden. Es wird ein dritter Erörterungstermin erwartet.

Die Bürgerinitiative hat sich über unser Kommen gefreut, wir haben Unterstützung der Kreistags- und der Landtagsfraktion zugesagt. Gina wird als Gernsheimerin Unterschriften sammeln.
Hier kommt man auf die Seite  der Bürgeriniative und kann die Unterschriftensammlung unterstützen:  Bürger in 8.