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Unterwegs zum Internationalen Tag der Pflege

Dank an alle, die heute, am Internationalen Tag der Pflege, - ganz besonders in Hessen - für bessere Arbeitsbedingungen unterwegs sind.

Danke für Euer Engagement, Eure Professionalität und Eure Fähigkeit den Unterschied zwischen dem eigenen Anspruch und dem stressigen Arbeitsalltag aushalten zu können, wo man nie alles tun kann, was man möchte und müsste.

Gute Beteiligung bei der verdi-Aktion in Darmstadt. Eine tolle Ausstellung, sehr informativ und lohnenswert zu lesen. Auch die Beschäftigten der TU Darmstadt sind solidarisch dabei. Und natürlich DIE LINKE.

Mein Dank gilt ganz besonders den Beschäftigten der Altenpflege. Heute mittag vor dem Altenpflegezentrum in Seeheim-Jugenheim der MissionLeben machte Anette Hergl von verdi deutlich, wie schwierig es ist einen Tarifvertrag im kirchlichen Bereich zu vereinbaren. Ein fast unterschriftsreifer Vertrag wurde von den Arbeitergeber*innen nochmals aufgeschnürt, so dass es immer noch zu keiner Einigung kommt. Neben einem besseren Gehalt hängt auch die Verkürzung der Arbeitszeit auf 38,5 Stunden und mehr Urlaub daran. Alles sehr moderate Forderungen, die in der Pflege zur Entlastung von der schweren Arbeit völlig gerechtfertigt sind. Einige Arbeitgeber, wie MissionLeben, sind an dem Abschluss eines Tarifvertrages sehr interessiert. Sie wissen, dass sie nur so Mitarbeiter*innen finden, die die verantwortungsvolle, wichtige, aber auch dankbare Arbeit machen wollen und können.

Deshalb gilt unsere Unterstützung den Mitarbeiter*innen in der Altenpflege. Es wird Zeit, dass es einen Flächentarifvertrag gibt, der die Lohnuntergrenze festlegt. Es wird Zeit, dass es einheitliche und verbindliche Personalvorgaben gibt, die auch eingehalten werden. Es wird Zeit, dass die Bundesregierung ein Gesetz zur Deckelung der Eigenbeiträge der Pflegebedürftigen beschließt. Und es wird Zeit für eine Pflegevollversicherung und ein Umsteuern weg von den vielen privaten, renditeorientierten, hin zu öffentlichen und gemeinnützigen Pflegeeinrichtungen.

Vielen Dank an die Beschäftigten, die heute an der aktiven Mittagspause teilgenommen haben (obwohl viele oft gar keine Mittagspause machen können).

Dazu auch ein guter Artikel im Groß-Gerauer Echo:

Ingrid Reidt beschreibt sehr gut, weshalb sich Pflegekräfte von dem Beruf abwenden oder aus Not heraus in Teilzeit wechseln. Damit verschärft sich der Fachkräftemangel. In nicht tarifgebundenen Betrieben arbeiten die Kolleg*innen häufig unter prekären Bedingungen.

`An einem verbindlichen Tarif müsse dringend gearbeitet werden, fordert auch die Treburerin Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Linken. Die Bedingungen für Beschäftigte müssten dringend verbessert, mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden. "Wir kriegen es ohne bessere Bezahlung gar nicht hin", sagt Böhm. Auch in der rot-rot-grünen Koalition im Groß-Gerauer Kreistag will sich die Linke dafür stark machen, die Bedingungen zu verbessern. Ein Anreiz könne in Kooperation mit den Kommunen die Vermittlung von günstigem Wohnraum für Pflegepersonal sein.´

Verwandte Links

  1. "Kreis Groß-Gerau: Pflegekräfte seit Jahren am Limit" (echo-online.de)

Meine Beiträge aus den vergangenen Jahren findet Ihr hier:

-2020

-2019


In dieser Woche tagt wieder der Hessische Landtag. Wir haben viele Fragen an Innenminister Beuth, der endlich die persönliche Verantwortung für die zahlreichen Polizeiskandale übernehmen muss. Außerdem beschäftigt sich der Landtag auf unserem Antrag hin mit der Wohnungspolitik. Der Kultusminister wird eine Regierungserklärung zur Schulpolitik abgeben.

Ihr könnt die Plenardebatten im Livestream mitverfolgen:

https://hessischer-landtag.de/content/livestream

"Es reicht nicht, die längst überfällige Akademisierung der Geburtshilfe in Hessen umzusetzen. Wichtig sind Übergangslösungen für die bisher ausgebildeten Hebammen auf den Weg zu bringen. Vorschläge gerade vom Hebammenverband gibt es zahlreiche.

Hessen schafft es aber überhaupt nicht die Vorschläge des Hebammengutachtens umzusetzen. Diese liegen seit 2019 vor, der Runde Tisch kommt aber nicht voran. Das liegt sicher nicht an den engagierten Kolleg*innen, sondern eher an der lahmen Landesregierung. Es ist aber dringend notwendig die Arbeitsbedingungen der Hebammen zu verbessern, sonst gibt es noch weniger Arbeitskräfte in dem Beruf. Bereits jetzt finden viele Frauen nur sehr schwer eine Hebamme, 70 Anfragen ist keine Seltenheit."

Christiane Böhm zu Geburtshilfe und Hebammenversorgung

Zivilcourage zeigen - Solidarität beweisen - sich für ein demokratisches Gemeinwesen einsetzen.....

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Quelle: www.vermoegensteuerjetzt.de