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Die Sommertour im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Tag 5: Die erste Station war in Dieburg der Horizont e.V. Diesen Verein gibt es seit 1984, er hat sich aus einem ehrenamtlichen Stamm von Menschen heraus entwickelt, die Literaturkurse in der JVA Dieburg angeboten hatten. Zuerst war es ein Verein, der Haftentlassene unterstützte.

Jetzt gibt es eine Beratungsstelle in Dieburg, die u.a. Schuldenberatung, aber auch Außensprechstunden zum Thema Wohnungslosigkeit anbietet. Zwei Übergangswohnheime für Frauen und Männer, die nach dem SGB XII finanziert werden, ergänzen das Angebot zum Thema Wohnen. Die Wohnungslosen werden für die Stadt Darmstadt betreut, außerdem Frauen in der Straßenprostitution. Seit sechs Jahren werden Flüchtlinge gemeinsam mit der Neuen Wohnraumhilfe in Erstwohnhäusern betreut.

Sie sehen es als dringend erforderlich an, dass Wohnungslose in ordentlichen Wohneinheiten untergebracht werden, das Beste wäre 'housing first'. Dabei bekommen Wohnungslose, auch wenn sie schon länger obdachlos sind, eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Unterstützung gibt es von einem sozialen Dienst.

Auf jeden Fall muss Menschen menschenwürdiger Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Das ist aber in vielen Kommunen nicht der Fall.

Kleinere Träger haben nicht nur in der Corona-Pandemie finanzielle Probleme, viele Projekte sind nicht ausfinanziert, für die Anschubfinanzierung neuer Projekte sind nur finanzielle Mittel vorhanden, wenn Spenden und Bußgelder eingehen.

Unsere nächste Station am fünften Tag der Sommertour war die Rege e.V., die Reinheimer Erwerbsloseninitiative. Wir erfahren viele heftige Geschichten von Menschen, die lange gearbeitet haben, dann krank oder arbeitslos wurden bzw. meist beides. Alle haben große Probleme mit den Behörden, mit umfangreichen Anträgen und Schikanen. Sie haben Unterstützung von dem Verein erhalten, manches Mal mit finanziellen Mitteln in Notsituationen, das Geld muss und wird allerdings zurückgezahlt. Meist mit Hilfe bei Anträgen, Widersprüchen und Klagen. In einigen Fällen ist auch anwaltliche Hilfe erforderlich.

Eine politische Diskussion schloß sich an, wie ein menschenwürdiger Umgang mit Arbeitslosen, Erkrankten, Menschen in Notsituationen aussehen soll. Wir informierten ausführlich, wie schon im Odenwald, über die Konzepte der LINKEN.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Rege und Werner Bischoff für das intensive Gespräch, das sich auch nicht durch den Regen stören ließ.

Meine Beiträge aus den vergangenen Jahren findet Ihr hier:

-2020

-2019


"Es reicht nicht, die längst überfällige Akademisierung der Geburtshilfe in Hessen umzusetzen. Wichtig sind Übergangslösungen für die bisher ausgebildeten Hebammen auf den Weg zu bringen. Vorschläge gerade vom Hebammenverband gibt es zahlreiche.

Hessen schafft es aber überhaupt nicht die Vorschläge des Hebammengutachtens umzusetzen. Diese liegen seit 2019 vor, der Runde Tisch kommt aber nicht voran. Das liegt sicher nicht an den engagierten Kolleg*innen, sondern eher an der lahmen Landesregierung. Es ist aber dringend notwendig die Arbeitsbedingungen der Hebammen zu verbessern, sonst gibt es noch weniger Arbeitskräfte in dem Beruf. Bereits jetzt finden viele Frauen nur sehr schwer eine Hebamme, 70 Anfragen ist keine Seltenheit."

Christiane Böhm zu Geburtshilfe und Hebammenversorgung

Zivilcourage zeigen - Solidarität beweisen - sich für ein demokratisches Gemeinwesen einsetzen.....

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Quelle: www.vermoegensteuerjetzt.de