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Wohnungs- und Obdachlosigkeit: Auch in Hessen tägliche Realität

Die BAG Wohnungslosenhilfe hat die aktuellen Schätzungen zur Zahl wohnungsloser Menschen veröffentlicht. Erneut sind mehr Menschen in Deutschland von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffen:

 

"Das Recht auf angemessenen Wohnraum wird auch in Hessen Tag für Tag für hunderte Menschen negiert. Nicht nur Obdachlosigkeit als sichtbarste Form der Wohnungslosigkeit und Armutsentwicklung nimmt zu. Alle Formen prekärer Unterbringung sind seit Jahren auf dem Vormarsch, ohne dass nennenswerte Gegenmaßnahmen der Landesregierung erkennbar sind. 

Die zunehmende Wohnungslosigkeit ist direkte Folge einer verfehlten Wohnungs- und Sozialpolitik auf Bundes- und Landesebene. Die Kommunen in Hessen werden mit den Problemen weitgehend alleingelassen."

Zu verweisen sei in diesem Zusammenhang auf eine Große Anfrage zu Wohnungs- und Obdachlosigkeit, die noch auf eine Beantwortung durch die Landesregierung warte und die insbesondere auf die vielen Leerstellen und das mangelnde Wissen staatlicher Stellen über Wohnungs- und Obdachlosigkeit abziele, so Böhm.

"Es muss endlich ein öffentlicher Diskurs einsetzen, der die Bedürfnisse wohnungsloser Menschen und nicht das Ordnungsrecht in den Mittelpunkt stellt.

Benötigt wird eine umfassende Wohnungslosenstatistik für Hessen, um eine Übersicht über Hilfebedarfe zu erhalten. Schon jetzt sind einige Handlungsfelder offensichtlich: Wir brauchen ein Zwangsräumungsverbot in die Wohnungs- oder Obdachlosigkeit und deutlich mehr sozialen Wohnungsbau. Wir brauchen außerdem Maßnahmen, die Menschen kurzfristig und effektiv aus der Wohnungs- und Obdachlosigkeit herausholen. Beispiel: In einigen Kommunen werden mit der Unterstützung von Wohlfahrtsverbänden „housing first“-Programme aufgelegt, die die Betroffenen schnell eine Wohnung verschaffen."

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