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"Von der Genehmigung des Gebäudes für das Terminal 3 geht kein Fluglärm aus"

Der Verwaltungsgerichtshof Kassel hat die Klage des Kreises Groß-Gerau gegen die Baugenehmigung für das Terminal 3 abgewiesen. Begründet wurde dies vom Gericht im wesentlichen mit dem Planfeststellungsbeschluss.

 

Christiane Böhm, Fraktionsvorsitzende der LINKEN. offenen Liste im Kreistag, nahm an der Verhandlung teil. Sie schildert ihre Eindrücke: „Während der Verhandlung wurde schon deutlich, dass der Beschluss bereits feststeht. Dabei ist mit dem Planfeststellungsbeschluss noch lange nicht alles geklärt, sonst wäre es nicht nötig, dass die Stadt Frankfurt Baugenehmigungen erteile. Besonders bemerkenswert fand ich die Verteidigung des Frankfurter Magistratsdirektors, dass alleine die Errichtung des Gebäudes für das Terminal noch keinen Fluglärm nach sich ziehe.“

Der Kreis Groß-Gerau hat deutlich gemacht, dass bei der Eröffnung des Terminals 3 ein Verkehrschaos drohe. Etwa 60.000 zusätzliche Passagiere sollen pro Tag abgefertigt werden, viele werden nicht die flughafeninternen Transportsysteme nutzen, sondern mit Taxen und Privat-Pkws anfahren. Dafür sind die Straßen nicht ausgelegt.

Allerdings ist der zusätzliche Lärm und die Schadstoffbelastungen durch mehr Flüge, die über das Terminal abgewickelt werden sollen, noch ein größeres Problem. Es wird Zeit, dass die von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN immer geforderte Verkehrswende wirklich angegangen wird. Weder das Klima noch die Anwohner und Anwohnerinnen können mehr Flüge verkraften. Die Kreistagsfraktion fordert, dass keine Billigflieger mit Rabatten angeworben werden, die die Nacht noch kürzer machen. Sondern dass endlich Kurzstreckenflüge auf die Schiene verlagert werden sollen. Während der Streiks des Flugpersonals geht das ja auch. Damit kann die Zahl der Flüge massiv reduziert werden.