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Schlechte Impfplanung der Landesregierung: Landkreise wollen endlich die Impfzentren eröffnen

Zur Forderung der 21 hessischen Landrätinnen und Landräte, alle Impfzentren bis zum 19. Januar in Betrieb gehen zu lassen, erklärt Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die hessischen Landrätinnen und Landräte haben meine volle Unterstützung bei ihrer Kritik an der Impfplanung der Landesregierung. Die Landkreise wurden per Einsatzbefehl angewiesen voll ausgestattete Impfzentren zum 15. Dezember 2020 zu errichten. Dies haben die Kommunen pünktlich geleistet. Jetzt sollen die Impfungen ab Mitte Januar hessenweit nur in den sechs regionalen Zentren stattfinden. Für die Eröffnung der Impfzentren der Kreise gibt es noch keinen Termin, wann diese mit der Arbeit beginnen können.

So kann und darf die Landesregierung nicht mit den Kommunen sowie den Menschen, die jetzt geimpft werden sollen, umgehen. Die Impfungen müssen möglichst wohnortnah erfolgen, ansonsten ist es gerade für die über 80-Jährigen ein großes Problem zur Impfung zu kommen.“

Die Kommunen hätten die räumlichen und personellen Voraussetzungen geschaffen, um schnell möglichst viele Menschen zu impfen. Es sei ärgerlich, dass die Räume nun voraussichtlich wochenlang nicht genutzt werden könnten, so Böhm.

„Sehr problematisch ist es zudem, das für die Impfung notwendige Personal so lange hinzuhalten. Es wäre durchaus möglich, die Impfzentren auch bei geringeren Impfstoffmengen tageweise zu eröffnen und den Menschen somit keine langen Wege zuzumuten. Aus den kommunalen Impfzentren heraus könnten auch ambulante Pflegedienste und die häusliche Pflege besser mit Impfungen versorgt werden.

Das Land ist ebenfalls gefordert, dafür zu sorgen, pflegende Angehörige früher als bisher vorgesehen impfen zu lassen. Sie sind als Pflegepersonen unerlässlich. Weiterhin benötigen jüngere Menschen mit chronischen Vorerkrankungen und einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf einen schnelleren Zugang zu Impfungen.“