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Regelmäßige Tests für Menschen, die mit Risikogruppen arbeiten, müssen auch endlich in Hessen kommen

Im Bundestag wurde die Kostenübernahme zur symptomfreien Testung auf COVID-19 beschlossen. Diese wird voraussichtlich auch im Bundesrat bestätigt werden. Dazu und und zur Beantwortung des Dringlichen Berichtsantrags der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag im Sozialausschuss betreffend Tests und Testkapazitäten in Hessen durch das Gesundheitsministerium:

 

"49.000 Tests könnten pro Woche in Hessen ohne Probleme durchgeführt werden, real wird seit Wochen deutlich weniger getestet. Gleichzeitig rufen die Beschäftigten, die tagtäglich mit Hoch-Risikogruppen arbeiten, seit Wochen nach regelmäßigen Tests, wohlwissend, dass diese immer nur eine Momentaufnahme sind. Es stellt eine enorme psychische Belastung dar, wenn Beschäftigte in sonst für die Öffentlichkeit weitgehend geschlossene Altenheime gehen und wissen, dass sie die einzigen potenziell Übertragenden einer dann oft tödlichen Erkrankung sind. Wir müssen für diesen Personenkreis aus Sorge um deren Gesundheitsschutz dringend regelmäßige Testungen ermöglichen. Dazu gehören auch standardisierte Tests von Personen, die in solche Einrichtungen neu stationär aufgenommen werden. Der Schutz von vulnerablen Personengruppen muss mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgesetzt werden."

Böhm verweist darauf, dass dies in anderen Bundesländern bereits Praxis ist und vermutet, dass die bisherige Zurückhaltung in Hessen vor allem in der Kostenfrage begründet lag.

"Kai Klose hat jede Frage zur Kostenbeteiligung des Landes gestern Abend umschifft oder schlicht unbeantwortet gelassen. Gesundheitsvorsorge muss aber vor finanziellen Erwägungen stehen. Spätestens mit dem Beschluss der Kostenübernahme auch von Tests von symptomfreien Personen, braucht es jetzt zügig eine Konzeption, wer davon profitieren soll. Natürlich sollen jetzt nicht alle Menschen in Hessen getestet werden, schließlich belastet es die gesetzlichen Krankenversicherungen und somit die Versicherten selbst. Aber es muss möglich sein, dass das Gesundheitspersonal in seiner ganzen Breite möglichst regelmäßig getestet wird. Da dabei vermutlich und glücklicherweise viele negative Tests anfallen werden, können die in Hessen entwickelten Pooling-Lösungen eingesetzt werden, die nach Aussage des Gesundheitsministeriums die Testkapazitäten um das 10- bis 50-fache zu steigern vermögen. Was für Fußballprofis möglich ist, muss für die Menschen im Gesundheitswesen erst recht gelten."