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LINKE Abgeordnete: Unterschriftensammlung für mehr Auszubildende und unbefristete Übernahme bei Opel unterstützen

Opel verkündete vor kurzem, dass sie das erste Mal seit vielen Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben. Für die Landtagsabgeordnete Christiane Böhm ist deshalb umso verwunderlicher, dass Opel statt bisher 184 jetzt nur noch 60 Auszubildende einstellen will und die Übernahme nur auf ein Jahr beschränkt. „Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen waren dem Automobilkonzern über viele Jahre treu und das trotz schwerster Zeiten, als es immer wieder so aussah, als würde Opel ganze Sparten abbauen. Dass man zu solch einem Zeitpunkt ankündigt, die Zukunft junger Menschen aufs Spiel zu setzen, das finde ich mehr als kritikwürdig“ , äußert Böhm und ergänzt, dass es jungen ArbeitnehmerInnen auch immer schwerer falle langfristige Pläne für ihr Privatleben zu gestalten, weil wie im Fall Opel Arbeits- und Ausbildungsplätze immer ungewisser werden.

Auch der Bundestagsabgeordnete Jörg Cezanne, der die Nachricht in Berlin vernahm, findet die momentanen Debatten in der Autoindustrie bezüglich des Stellenabbaus mehr als bedenklich. Ob es VW sei die momentanen mit 7000 Stellen drohen, die abgebaut werden sollen  oder wie im Fall Opel,  die die Ausbildung von qualifizierte Fachkräften enorm herunterfahren wollen. Cezanne sehe dabei die Autoindustrie momentan viel mehr in der Bringschuld, denn diese habe innerhalb der letzten Monate und Jahre erheblich Vertrauen eingebüßt. Wenn Opel eine Zukunft haben will, dann brauchen sie gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Die Automobilindustrie ist gefordert sich auf neue Bedingungen einzustellen. Das ist richtig. Sie muss aber auch dafür sorgen, dass sie ihr Ansehen unter den Verbrauchern wie den Menschen in der Region erhalten bleibt. Zur Zukunftsfähigkeit gehört eine gute Ausbildung und eine starke Mitarbeiterschaft. Gute Arbeit zu fairen Löhnen, das müsse die Devise sein.“

Beide Abgeordnete sagten zu, die Unterschriftenaktion der IG Metall-Vertrauensleute aktiv zu unterstützen.