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Landesregierung kann Nachtflugverbot nicht durchsetzen - Keine Rabatte für Billigflieger

Ryan-Air hebelt am Frankfurter Flughafen systematisch das Nachtflugverbot aus. Nur in einem Monat landeten 38 Maschinen des Billigfliegers Ryanair trotz des Nachtflugverbots nach 23 Uhr am Frankfurter Flughafen.

Ryan-Air hebelt am Frankfurter Flughafen systematisch das Nachtflugverbot aus. Nur in einem Monat landeten 38 Maschinen des Billigfliegers Ryanair trotz des Nachtflugverbots nach 23 Uhr am Frankfurter Flughafen. Für die Kandidatin der LINKEN für den Hessischen Landtag, Christiane Böhm aus Trebur, sieht das ganz danach aus, dass die Landesregierung in Person des Wirtschaftsministers Tarek Al Wazir, nicht bereit ist, sich mit Ryan-Air anzulegen. "Im Gegenteil: Fraport hat die Billigfluglinie mit Rabatten angeworben. Die Landesregierung weigert sich, empfindliche Strafen für wiederholte Verstöße zu verhängen. Warum ist dies in Hamburg möglich, aber in Frankfurt nicht?"

Falls es zu einem Ordnungswidrigskeitsverfahren kommt, müsse der Pilot die Strafe zahlen. Dies sieht Marcel Baymus, Direktkandidat der LINKEN zur Landtagswahl im Wahlkreis 47 als widersinnig an. "Die Piloten haben doch keinen Einfluss auf den Flugplan. Von Ryan-Air ist bekannt, dass dieser so eng gestrickt ist, dass eine Verspätung nicht mehr aufgeholt werden kann. Die Abfertigungszeiten am Boden sind viel zu kurz getaktet. So kommen die Landungen nach 23 Uhr zustande." Deshalb müssten die Fluggesellschaften empfindliche Strafen zahlen, um nicht weiter auf Kosten der lärmgeplagten Anwohner nach 23 Uhr zu landen. 

Neben der Durchsetzung des Nachtflugverbotes erwartet DIE LINKE von der Landesregierung eine Vereinbarung mit Fraport um eine Erweiterung auf 22 bis 6 Uhr. Erst dies sei ein echtes Nachtflugverbot nach Auffassung der beiden Kandidaten. Außerdem müsse die Landesregierung dafür sorgen, dass die Arbeitsbedingungen am Flughafen sich nicht weiter verschlechtern. Zu kurze Abfertigungszeiten bedeuten hohen Stress für die Mitarbeiter und sind ein Sicherheitsrisiko für die Passagiere.