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Kita-Investitionen: Landesprogramm ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Zur Vorlage eines Landesinvestitionsprogramms im Kita-Bereich in Höhe von 92 Millionen Euro:

 

"Die Zahl der in Hessen geborenen Kinder ist in den letzten Jahren weiter angestiegen. Das ist erfreulich. Die Kehrseite der Medaille: Nach Berechnungen des hessischen Landkreistages fehlen den Kommunen für den fachgerechten Kitaausbau fast eine Milliarde Euro. Schwarzgrün feiert sich nun dafür, gerade mal zehn Prozent dieses Betrages gestreckt über vier Jahre bereitstellen zu wollen. Dies bedeutet, dass sehr viele hessische Kommunen wiederum nicht die notwendigen Mittel erhalten, um Kitas zu sanieren oder neue Bedarfe angemessen abbilden zu können. Im Ergebnis droht ein Windhund-Rennen um die viel zu knappen Mittel - statt einer bedarfsorientierten und flächendeckenden Investitionsoffensive."

Zudem zeige der im Landesjugendhilfeausschuss kürzlich präsentierte Vorschlag, dass die Mittelverteilung an den kommunalen Realitäten deutlich vorbeigehe, so Böhm.

"50 Prozent der Mittel sollen an alle Jugendhilfeträger als Sockelbetrag ausbezahlt werden. Die anderen 50 Prozent orientieren sich an der Anzahl der Kinder unter sechs Jahren. Das ist strukturell völliger Unsinn. Die Anzahl der Kinder unter sechs Jahren ist im gesamten Land innerhalb von sieben Jahren um zwölf Prozent gestiegen. Diese Entwicklung ist aber nicht gleichmäßig verlaufen. Wir haben eine deutlichere Zunahme der Kinderzahl in den größeren Kommunen, in der Rhein-Main-Region und in den Städten, und weniger in den ländlichen Regionen. Dort muss der Großteil des Geldes hin, weil dort ein besonders hoher Ausbaudruck besteht, statt Mittel mit der Gießkanne zu verteilen."