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Marcel Baymus

Automobilindustrie braucht Vorgaben durch die Politik - Arbeitsplätze bei Opel erhalten

Die Einigung zwischen Betriebsrat, IG-Metall und PSA bei Opel bedeutet, dass 3700 Stellen abgebaut werden und für die bleibenden Beschäftigten bis 2023 Kündigungsschutz besteht. Investitionen würden zunächst nur für das Werk in Eisennach geplant.

Die  Einigung zwischen Betriebsrat, IG-Metall und PSA bei Opel bedeutet, dass 3700 Stellen abgebaut werden und für die bleibenden Beschäftigten bis 2023 Kündigungsschutz besteht. Investitionen würden zunächst nur für das Werk in Eisennach geplant.

„Eindeutig zu wenig, was auf dem Tisch als Ergebnis vorliegt“, kritisiert der neu gewählte Kreisvorsitzende der LINKEN und Landtagskandidat Marcel Baymus und fügt hinzu: „Der Kündigungsschutz bis 2023 ist eine erfreuliche Nachricht, gleichzeitig gehen aber 3700 Arbeitsplätze in Rüsselsheim und der Region verloren. Opel hat jüngst angekündigt, nur noch halb soviele Ausbildungsplätze zu besetzen. Auch auf Zulieferbetriebe wird dies alles Auswirkungen haben.  Zusätzlich gibt es Zugeständnisse von der Arbeitnehmerseite und eine Aushöhlung des Tarifvertrages. “

Baymus verstehe dabei, dass viele MitarbeiterInnen aufatmen würden, jedoch plädiert er für einen nüchternen Blick auf das Ergebnis. Die Zukunft von Opel Rüsselsheim ist durch die Übernahme von PSA keineswegs gesichert.

Auch Christiane Böhm, Landtagskandidatin und Fraktionsvorsitzende der Linken.Offenen Liste im Kreistag  ist ernüchtert und erwartet  Aussagen zur Zukunftsfähigkeit Opels: „Wir wissen, dass es eine Überproduktion bei Autos gibt. Dass Opel Rüsselsheim für die Benzinmotoren im PSA Konzern zuständig sein soll, ist kein Grund zur Beruhigung. Was ist mit alternativen Antrieben? Was ist mit der Arbeit an der Brennstoffzelle? Weshalb werden in Deutschland so wenige Elektroautos und Elektrobusse produziert, obwohl es gerade für letztere im Hinblick auf die Luftverschmutzung in den Städten eine große Nachfrage gibt. Hier ist allerdings die Politik gefordert, diese muss den Automobilkonzernen klare Vorgaben machen und sich nicht von ihnen an der Nase herumführen lassen."