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Arbeitslosigkeit abschaffen statt Zahlen vertuschen

Zur Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen in Hessen erklärt Christiane Böhm, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
           

„Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar in Hessen auf etwa 157.000 Menschen gestiegen – 8,5 Prozent mehr als im Vormonat. Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit. Dazu gezählt werden müssen die fast 60.000 Arbeitslosen, die die Agentur für Arbeit seit Jahren heraus rechnet, weil sie krank sind, weil sie einen Ein-Euro-Job haben, weil sie älter als 58 Jahre sind oder weil sie in einer Weiterbildung sind. Alle diese Menschen sind weiter erwerbslos.“

Es gebe aber noch viel mehr Menschen, die arbeitslos seien aber keinen Anspruch auf Leistungen hätten, weil sie noch über etwas Geld oder einen Ehepartner mit Einkommen verfügten oder weil sie es aufgegeben hätten, sich mit den Behörden auseinanderzusetzen, so Böhm.

„Arbeitslose brauchen mehr und bessere Beratung, um eine berufliche Perspektive zu entwickeln. Wir brauchen mehr Arbeitsplätze, die existenzsichernde Löhne zahlen. Minijobs und Leiharbeitsverhältnisse müssen abgeschafft werden. Wir brauchen eine wirksame Arbeitszeitverkürzung mit Lohnsteigerungen. Die Landesregierung ist aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Langzeitarbeitslosigkeit gar nicht erst entsteht und Langzeitarbeitslosen wirksame Hilfen gegeben werden. Dafür brauchen wir einen öffentlichen Beschäftigungssektor.“