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Mitteilung der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag


FDP-Gesetzentwurf zu mobilem Arbeiten – warum bei einer guten Sache die Wirtschaft außen vorlassen?

Zum heute durch die FDP im Hessischen Landtag vorgestellten Gesetzentwurf zu mobilem Arbeiten erklärt Torsten Felstehausen, innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Mobiles Arbeiten kann tatsächlich Arbeitsprozesse verbessern, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen und Arbeit generell modernisieren. Doch erstens steckt der Teufel im Detail und zweitens ist es merkwürdig, dass die FDP einen SPD-Gesetzentwurf von der Bundesebene abschreibt, der sich aber auf mobiles Arbeiten in der freien Wirtschaft bezog, um dann aber die freie Wirtschaft komplett außen vor zu lassen. Wenn es einen Rechtsanspruch auf mobiles Arbeiten gibt, dann sollte er für alle und überall gelten!“


Dennoch sei der Gesetzentwurf eine Diskussion und Anhörung wert, so Felstehausen. Denn es lohne sich, mit Arbeitsökonomen und Arbeitsforschern, mit Gewerkschaften, Verbänden und Arbeitgebern über die Chancen und Risiken mobiler Arbeit zu sprechen.


„Chancen und Risiken sind ungleich verteilt. Ländliche Regionen, in denen der Netzausbau dank der verschlafenen Regierungspolitik nicht vorangekommen ist, drohen weiter abgehängt zu werden. Viele Arbeitsplätze lassen sich nicht nach zu Hause verlegen, bei anderen ist es nicht wünschenswert. Es stellen sich auch Fragen nach dem Arbeitsschutz und der Entgrenzung von Arbeit. Auch müssen Zusammenhalt und Austausch in Betrieben weiter funktionieren, obwohl zunehmend von zu Hause aus und isoliert gearbeitet wird. Es lohnt sich, diese Fragen zu besprechen, deshalb freuen wir uns auf die Debatte.“